Vielfalt statt EinfaltDieses fremdenfeindliche Denken –  diese feige, anonyme Hetze geht mir echt gegen den Strich.

Bei Twitter schreibt ein Unbekannter, Mesut Özil sei kein Deutscher. Der deutsch-türkische Fußballer lässt sich das nicht gefallen, erstattet Anzeige. Gut so!
Nach ca. 3000 Tweets und zahlreiche Protesten wurde das Twitter-Profil des Unbekannten geschlossen.

Zum Glück gab es bei der deutsche Fußball-Nationalmannschaft in den letzten Jahren in mehrerlei Hinsicht eine wohltuende Öffnung.
Ist es nicht so, dass das Team einer Fußballnationalmannschaft auch die Nation repräsentieren sollte?
Neben einer zuvor so nicht gekannten Spielweise ist das deutsche Team auch ein realistischeres Abbild der deutschen Gesellschaft geworden.

In Ländern, in denen sich in der letzten Zeit leider vermehrt fremdenfeindliches Denken breit macht, beeinflusst dieses Denken vielleicht doch auch die Spielweisen der Nationteams.
Nur mal so – Holland konnte sich nicht für das Viertelfinale qualifizieren, auch Frankreich hat bei seinem gestrigen Spiel gegen Schweden nicht gerade geglänzt.
Und damit hat Sport mal wieder etwas mit Politik zu tun – sowohl die Teams von Nationalmannschaften als auch politische Gemeinschaften könnten noch mehr lernen, von ihrer inneren kulturellen Vielfalt zu profitieren.

Ob allerdings dumpfbackige Leute mit rassistischer Gesinnung jemals diese Chance erkennen, wage ich zu bezweifeln.

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3 Responses to Vielfalt statt Einfalt

  1. Zeitlounge sagt:

    Meinst Du wirklich, dass die Spiele etwas mit Politik zu tun haben? Die meisten Spiele haben etwas mit Motivation und Leidenschaft zutun. Diese wird in den Vorrundenspielen aufgebaut und auch so fortgesetzt. Nicht nur der Wille auch die Motivation bringt eine Mannschaft weiter. Wenn Politik bei Fußball einen so großen Stellenwert hätte, würden z.B. die Griechen erst garnicht so weit kommen. Das Land hat, wenn man Zeitungen aus Griechenland glauben schenken kann einen hass auf die deutsche Regierung und dieser wird auf das Spiel übertragen.

    Das hat nichts mehr mit Sportgeist zu tun.

    • fundwerke sagt:

      Politik und Motivation/Leidenschaft schließen einander nicht aus. Und – natürlich hat auch diese EM etwas mit Politik zu tun. Um Dein Beispiel aufzugreifen – warum wurde den griechischen Spielern für Interviews dann ein Maulkorb verordnet, wenn es in Interviews um Fragen zur finanziellen Rettung Griechlands geht? Warum wohl kam es bereits vor der UEFA Fußball Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine zu heftigen Diskussionen in der Politik? Warum sah man bislang, entgegen sonst in der Vergangenheit üblicher Zuschauer, so wenige politische Vertreter der einzelnen Länder bei den Spielen? Fußball ist viel mehr als nur ein Spiel – gerade bei dieser Europameisterschaft wird das mal wieder deutlich.

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