Alternativen zur Google-SucheJa – es gibt sie!

Egal, ob Sie Webseiten-Inhaber oder als Surfer auf der Suche nach Informationen im Netz unterwegs sind – in beiden Fällen ist es gut, auch ein paar Suchmaschinen über Google hinaus zu kennen.

Die meisten Website-Inhaber lenken, wenn es um SEO, also die Suchmaschinenoptimierung geht,  ihre Aufmerksamkeit auf Google. Es lohnt sich aber, auch Zeit in Bing zu investieren.

Wenn Ihnen als Suchender Ihre Privatsphäre am Herzen liegt und Sie weniger Spam-Ergebnisse erhalten möchten, dann sind vielleicht die Suchmaschinen Duck Duck Go, Blekko oder Gibiru einen Alternative für Sie.

Mit Nutzung der grünen Suchmaske Ecosia.org können Sie sogar etwas für die Umwelt tun. Ecosia gleicht die CO2-Ausstöße der Suchen aus und verwandelt jeden einzelnen Werbeklick in Cents für den Regenwaldschutz.

Eine Suchmaschine ist eine Suchmaschine ist eine Suchmaschine?

Wenn Sie das denken, dann ist es spätestens jetzt an der Zeit, ein paar mögliche Alternativen genauer anzuschauen. Neben den zwei Marktführern Google und Bing gibt es tatsächlich ein paar andere, beachtenswerte kleinere Suchmaschinen.

Duck Duck Go

Bei der Suchmaschine Duck Duck Go soll die Privatsphäre ihrer Nutzer an erster Stelle stehen. Als Startup-Suchmaschine nutzt sie die öffentliche Bedenken gegenüber Googles Datenschutzrichtlinie und sagt, dass keine Daten bei der Suche erfasst werden würden – IP-Adressen würden nicht gespeichert, keine Informationen über Benutzer geloggt und Cookies nur dann verwendet, wenn es unbedingt notwendig sei.
Im August 2010 führte Duck Duck Go die anonyme Suche ein. Diese erlaubt Anonymität durch Routing des Traffic mit einer Vielzahl von verschlüsselten Relais.
Duck Duck Go bietet darüber hinaus auch die Möglichkeit, entweder hauptsächlich kommerzielle Einkaufsseiten bzw. hauptsächlich Info-Seiten ohne Verkaufsabsichten anzuzeigen zu lassen. Dies kann mit verschieden Such-Buttons auf der Homepage individuell ausgewählt werden.

Blekko

Die Suchmaschine Blekko wurde Ende 2010 ins Leben gerufen. Bei ihr steht die Qualität vor der Quantität der Suchergebnisse.
Das Blekko-Konzept soll den Nutzer vor Spam schützen. Zudem wird bei der Suchmaschine nutzloses und inhaltsleeres Material, das von Content-Farmen ins Netz gespeist wird, umgangen und entsorgt. So landen bei Blekko nur drei Milliarden Seiten in der Datenbank, weit weniger als Google, da Sinnvolles von Müll getrennt werde.
Blekko nutzt dafür das direkte Feedback von Usern. Nutzer des Dienstes sollen die Datenbasis verbessern, indem sie die Suchergebnisse kategorisieren, kommentieren sowie Filter erstellen. Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen hat Blekko seinen Suchalgorithmus offengelegt.

Gibiru

Die Gibiru Suchmaschine behauptet von sich, immer anonym und unzensiert zu sein. Aktuelle Abfragen werden zwar durch eine modifizierten Google-Algorithmus verarbeitet, aber Gibiru versichert, dass die Suchergebnisse nicht gefiltert werden und das Tracking begrenzt sei.

Ecosia

Die Suchmaschine Ecosia wurde Ende 2009 zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen gestartet. Ecosia ist eine ökologisch inspirierte Webseite zur Websuche und bezeichnet sich selbst als Social Business. Das Unternehmen spendet 80 Prozent seiner Einnahmen an ein vom WWF geleitetes Regenwald-Schutzprogramm. Dennoch ist Ecosia aber weder eine gemeinnützige GmbH noch eine Non-Profit-Organisation. Die Suchergebnisse werden von Bing geliefert, die Suchanzeigen stellt Yahoo zur Verfügung.

Warum also immer wieder Google?

Beim Gedanken an die allgegenwärtige Suchmaschine Google bin ich ein wenig ins Grüblen gekommen. Womit kann es zusammenhängen, dass die meisten Internetnutzer so an Google kleben? Ich schließe mich da selbst nicht aus.
Bequemlichkeit? Oder ist es ein Thema der Glaubwürdigkeit? Sind deshalb vielleicht so viele Unternehmen daran interessiert, bei Google unter den ersten zehn Suchergebnissen platziert zu sein?

Sowohl aus der Perspektive eines Suchenden nach Informationen als auch aus Sicht eines Webseiten-Inhaber kann es doch von Vorteil sein, einmal die Google-Pfade zu verlassen.
Sicherlich wird es aber auch für die kleinen Alternativen immer schwieriger werden, ihren Prinzipien wie der Garantie der Privatsphäre oder des Lieferns „sauberer“ Ergebnisse treu zu bleiben, sobald auch sie mit ihrem Geschäftsmodell Geld verdienen möchten. Vielleicht werden sie dann aber über ein neues Modell nachdenken – z.B. über kostenpflichtige Abos zum Schutz der Privatsphäre.

[Fundort: z.T. Wikipedia, Small Business Trends]

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4 Responses to Alternativen zur Google-Suche?

  1. sascha sagt:

    Hallo netter Artikel paar Seiten wie DuckduckGo oder andere die alternative Suchergebnisse liefern kannte ich nicht. Dass es auch gute andere Suchmaschinen gibt, war ja klar. Das Problem ist, nur alleine die Existenz dieser Suchmaschinen bringt einem ja nichts; eine große Masse an Nutzern müssten diese ja auch nutzen und das tun sie ja leider nunmal nicht. Ich hoffe auch das Google bald abgelöst wird oder zumindest mal einen größeren Marktanteil an einen Konkurenten abgeben muss, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gleich 0 zumindest die nächsten Jahre da brauchen wir uns nichts vormachen…

    • fundwerke sagt:

      …wenn eine alternative Suchmaschine wie z.B. ‚Lanouk‘ dann aber z.B. so wenig Ergebnisse zu einem Suchbegriff wie „Webcontentmanagement“ oder dem aktuellen „Schimmelpilzskandal“ liefert, dann ist es nicht verwunderlich, dass Google seinen ernormen Marktanteil ohne Problem auch weiterhin behaupten kann.

  2. meetmk.com sagt:

    Warte gespannt auf neue Beiträge. Kann Ihre Internetseite leicht nicht verlassen, ohne noch schnell zu erwähnen, dass ich es toll finde, wie sie in Ihrem Blog nützliche Verdeutlichungen für Ihre Leser zur Verfügung stellen.

  3. Basti sagt:

    Auch wenn der Artikel schon ein bisschen älter ist, möchte ich dennoch darauf antworten:

    Wenn es um Privatsphäre bei Suchmaschinen geht, sollte Ixquick unbedingt mit aufgenommen werden.
    Wie immer sind die SERPS doch etwas anders, als man es von Google gewohnt ist. Vielleicht liegt da auch der Grund für Googles Marktmacht…

    Besten Gruß
    Basti

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