Jeden Tag gibt es Situationen, die den Puls in die Höhe, ein Lächeln auf die Lippen, die Zornesröte ins Gesicht oder die Tränen in die Augen treiben.

Es ist passiert

– vor ein paar Tagen wurde ich in Facebook nominiert: kein Eiswasser über den Kopf (da spende ich lieber) oder Filmen beim Runterstürzen von einem Liter Bier (total sinnlos) oder so.

DANKE sagen_1_fundwerke_102014 Dankbarkeits-Challenge

7 Tage – jeden Tag für etwas Danke sagen – täglich jemanden nominieren.

Erinnert mich ein wenig an die ZEIT-Rubrik Was mein Leben reichen macht – Glücksmomente aus dem Alltag, die ich donnerstags immer als Erstes in der ZEIT aufschlage.
Und irgendwie erinnerte mich die Dankbarkeits-Challenge im Netz auch ein wenig an die Kettenbriefe aus meiner Jugend, wo ich nie die Mengen an Schokoloade bekommen habe, die mir versprochen wurden, wenn ich nur den Kettenbrief brav kopieren und weiterleiten würde … aber, ich habe trotzdem nur kurz überlegt und dann mitgemacht.

Warum?

Vor allem als Übung für mich selbst.

Es fällt uns allen nicht schwer, die Dinge im Alltag wahrzunehmen, die uns besonders ärgern, uns Sorgen bereiten oder sonstwie auf die Palme bringen.
Ganz anders ist es aber mit den guten Dingen, die einem ja auch tagtäglich begegnen. Viele davon halten wir für selbstverständlich, wertschätzen sie nicht wirklich, zumindest aber viel zu selten.

Klar, nicht jeder Tag ist gut.

Aber meistens hat doch jeder Tag etwas Gutes.

Schwierigkeiten, Sorgen und Probleme ziehen unsere Aufmerksamkeit ganz von selbst an. Deshalb dachte ich mir, ich mache bei der Challenge mit. Nutze sie als Training:
Wenn ich mir mal jeden Tag bewußt mache und aufschreibe, wofür ich dankbar sein könnte, dann, so habe ich ganz egoistisch gehofft, macht sich vielleicht ein tieferes Gefühl der Zufriedenheit und Freude in mir breit.

Außerdem habe ich gelesen, dass die Dankbarkeit gerade dann eine positive Wirkung auf einen selbst entfaltet, wenn wir sie auch tatsächlich zum Ausdruck bringen.

Und wirklich – mal jeden Tag ein paar Dinge zu suchen, für die ich dankbar sein kann, hat dafür gesorgt, dass ich neben all der ‚Kopflast‘ das Positive mehr wahrnehmen und wertschätzen konnte: Dankbarkeit als Liebeserklärung an mein Leben.

Wie ein Freund, der ebenso mitgemacht hat, habe ich allerdings auch festgestellt, dass einige Beweggründe, „Danke“ zu sagen, zu persönlich und tiefgründig für das Netz sind. Mit denen verstricke ich mich dann lieber weiterhin abends vor dem Einschlafen.

Ansonsten habe ich auch festgestellt, dass das Wort „Danke“ für viele Dinge eigentlich zu simpel ist.

DANKE sagen_2_fundwerke_102014

Trotzdem – solange niemand einen besseren Ausdruck erfindet, bleibt es bei der für manchen empfundenen Platitüde des Wortes „Danke“, statt gar nichts zu sagen.

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7 Responses to DANKE sagen

  1. Klaus sagt:

    Seit Jahren mein abendliches Ritual: Ich sage Danke für Alles, was an diesem Tag war – gleichültig ob (für mich) „gut“ oder „schlecht“ ….. denn das ist das Leben.

  2. Birgit sagt:

    DANKE wird trotzdem viel zu selten gesagt. Vieles wird in der heutigen Zeit als selbstverständlich hingenommen. Man sollte mehr die Wertigkeit von Nächstenliebe schätzen lernen.

  3. Richard sagt:

    Es ist schoen zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die die Dinge nicht einfach als selbstverständlich sehen. Und ich gebe ihnen Recht, danke wird viel zu selten gesagt. Nur ist, danke zu sagen, nicht die einzige Möglichkeit, seinen Dank mitzuteilen. Viel wichtiger finde ich ist es, wie Sie selbst schon sagten, seinen Dank auch zum Ausdruck zu bringen. Man schätzt das Leben und alles was es mit sich bringt viel mehr und handelt dementsprechend. Insbesondere in Anbetracht des Leids welches überall auf der Welt herrscht halte ich dies für eine wichtige Lebensphilosophie in der Hoffnung, die Welt ein kleines bisschen zu verbessern.

    Gruß,
    Richard

  4. Ich finde den Titel „Danke sagen“ toll, denn leider wird das Wort DANKE in unserer heutigen Gesellschaft allzuwenig benutzt…. Habt ihr die gleichen Erfahrungen gemacht?
    LG Anja

  5. Ich sage schon am Morgen „Danke“ für den neuen Tag, und auch am Abend noch einmal „Danke“ für den gelebten Tag. Vieles ist einfach so was von selbstverständlich geworden, man wird regelrecht erstaunt angestarrt, wenn man sein Gegenüber ans „Danke“ erinnert.

  6. Olaf sagt:

    Hallo,

    in Südost-Asien hast du oftmals das Problem, dass niemand aus dem Freundes- oder Familienkreis Danke sagt, wenn du was Gutes tust oder sagst. Also erwarte auch kein Danke und freue dich umso mehr, wenn tatsächlich jemand aus dem Herzen Danke sagt!

    LG
    Olaf

  7. Bea sagt:

    Danke sagen kann man in der heutigen Zeit nicht genug – grad ebend erst habe ich Danke gesagt für die doch so friedliche Nacht! Mein Tag beginnt mit Danke und er endet mit Danke – mein Danke an Gott! Es gibt aber auch mein Danke an all die vielen Menschen, die einem doch mit Kleinigkeiten den Tag angenehmer machen – oft unbewußt – und ich finde, auch da sollte man immer danken! Wir sagen viel zu selten Danke – da gebe ich Ihnen absolut Recht und ich freue mich, dass es in diesem schnelllebigen Internet auch solche Post gibt, die zum Nachdenken und Danken anregen! Danken ist eine Lebenseinstellung und mit Danke bekommt man mehr zurück, als man mit „Bitte“ bekommen könnte. Ich meine damit nicht materielle Dinge, aber wie Sie so schön geschrieben haben „Außerdem habe ich gelesen, dass die Dankbarkeit gerade dann eine positive Wirkung auf einen selbst entfaltet, wenn wir sie auch tatsächlich zum Ausdruck bringen.“. Ich erlebe dies jeden Tag aufs Neue und dafür bin ich dankbar!

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