Auch wenn's eine große Herausforderung ist_1_fundwerke_072014Und wenn es gut läuft, dann ist man am Ende ein Gesprächpartner und guter Freund. Nicht immer einfach …

Die einen erinnern sich gerne. Die anderen wollen sich lieber nicht an ihre eigene Zeit des Achterbahnfahrens in der Pupertät erinnern.

Wer allerdings mit Kindern und Teenies zu tun hat, der sollte versuchen, sich alle Mal ab und zu daran zu erinnern. Sich daran erinnern, wie man selbst früher war. Zumindest mich holt das Thema immer wieder ein.

Wenn ich nur daran denke, wie ich einmal meinem Vater aus totaler Wut und Verzweiflung das Geschirrhandtuch ins Gesicht knallte, um mich dann wie ein Blitz in mein Zimmer zu flüchten, die Tür abzuschließen und dann eine gefühlte Ewigkeit nicht wusste, wie ich aus dieser Sch…situation wieder halbwegs mit erhobenem Kopf herauskommen könnte …

Sich zu erinnern, kann einfach helfen, die Teens um einen herum besser zu verstehen, manchmal auch lockerer ertragen zu können.

13 ÜberlebenstechnikenAuch wenn's eine große Herausforderung ist_2_fundwerke_072014

veröffentlicht von stern.de:

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Erinnern, um zu verstehen.

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Erzählen Sie ihrem pubertierenden Sprössling davon, was Sie selbst alles so verbrochen haben. Lassen Sie Ihr Kind Fragen stellen – und antworten Sie ehrlich. Das hilft, gegenseitiges Verständnis aufzubauen und miteinander im Kontakt zu bleiben. Denn das ist ganz wichtig in dieser Zeit: Dass Eltern und Kind miteinander reden. Auch wenn das manchmal extrem anstrengend sein kann.

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Erziehung ist nicht mehr möglich, also hören Sie am besten auf damit. Trotzdem sollten Sie unbedingt Ihre Meinung sagen und auch Forderungen stellen. Denn die Kids geben es zwar nicht zu – aber die Meinung der Eltern ist ihnen nach wie vor sehr wichtig. Dann wird zwar mit den Türen geknallt, aber sie nehmen Ihre Einlassungen sehr ernst. Das Für und Wider wird dann mit Freunden besprochen.

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Gehen Sie am Wochenende zusammen in einen Kletterpark und lassen sich von Ihrem Nachwuchs sichern, sichern Sie auch ihn. Dann begreift das Kind ein weiteres Mal, dass es sich unbedingt auf Sie verlassen kann, und es ist stolz darauf, dass Sie sich auf Ihren Nachwuchs verlassen.

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Wenn Tochter oder Sohn mal wieder extrem muffig am Frühstückstisch sitzen: Gehen Sie innerlich auf Distanz. Betrachten Sie alle Einzelheiten, schauen Sie ganz genau hin. Warum hat das Kind so schlechte Laune? Wirkt es bedrückt? So sehen Sie vielleicht Details, die Ihnen sonst nicht aufgefallen wären und können später in einer ruhigen Minute drüber reden.

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Wenn Sie den desolaten Zustand des Kinderzimmers nicht mehr ertragen: Seien Sie mutig! Sperren Sie zum Beispiel die Tür mit rotem Polizeiband ab, von oben bis unten. Wie einen Tatort. Das nimmt Schärfe aus der Situation, aber die Botschaft ist klar: Aufräumen!

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Verhandeln Sie. Zwei Wochen Geschirrspüler ausräumen gegen eine neue Jeans. Während der Pubertät geht es meist sowieso zu wie auf einem Bazar: Wenn du was Bestimmtes nicht tust, dann tue ich es auch nicht. Finden Sie heraus, was Ihrem Kind besonders Freude macht und setzen Sie es als Blockade-Brecher ein.

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Akzeptieren Sie Wutausbrüche, auch wenn es schwer fällt. In dieser Zeit ist nach dem Streit sozusagen vor dem Streit, Auseinandersetzungen liegen ständig in der Luft. Nach den bösen Worten auf beiden Seiten sollten Sie den Kontakt wieder suchen, mit Ihrem Kind sprechen. Jugendliche wollen wie Erwachsene behandelt werden – tun Sie ihnen den Gefallen.

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Seien Sie da, wenn Ihr Kind Hilfe braucht. Bieten Sie Ihren Beistand an. Mehr als ein „nein“ können Sie nicht kassieren, aber Ihr Kind weiß, dass Sie für es da sind. Und: Verkneifen Sie sich unbedingt: „Das hab’ ich dir doch gleich gesagt!“ Ihr Kind weiß das …

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Verschleudern Sie Ihre Energie nicht – Sie haben sowieso die schlechteren Nerven. Warten Sie einfach. Ihr Kind sieht Sie im Moment als Feind, aber das geht vorbei. Wenn die ersten zehn Jahre gut waren, dann ist alles in Ordnung, Ihr Sprössling kommt wieder zurück zu Ihnen.

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Seien Sie beharrlich. Was auch immer Ihr Kind tut, zeigen und sagen Sie ihm, dass Sie es als Person mögen und schätzen. Dass Sie nicht alles gut finden, was es so treibt, sollten Sie natürlich auch sagen. Aber so versteht es, dass Sie seine Verhaltensweise ablehnen, nicht aber die Person. Machen Sie ihm klar: Was immer du machst – als Eltern wirst du uns nicht los, denn wir lieben dich. Das gibt Rückhalt, auch wenn der Pubertierende das niemals zugeben würde.

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Bleiben Sie tolerant. Kinder meinen oft nicht, was Sie sagen, und ein paar Minuten später wissen Sie es auch schon gar nicht mehr. Darum sollten Sie nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wenden Sie sich nicht ab, auch wenn Ihr Teenie sich abweisend verhält und auch mal verletzend wird. Das interpretieren die Kids als Desinteresse, damit können sie nicht umgehen.

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Und das Allerwichtigste: Bleiben Sie im Gespräch! Immer! Auch wenn es noch so anstrengend ist. Dann wissen Sie ungefähr, was gerade so los ist und können halbwegs beruhigt sein. Und der Sprössling weiß: Meine Eltern sind an meiner Seite, da ist mein Heimathafen, da kann ich immer hin.

 [Fundort: Stern: Überlebenstechniken]

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