extra TellerNeulich habe ich mal wieder an einem kostenlosen Webinar teilgenommen – das Thema tut jetzt nichts zur Sache. Es war inhaltich gut aufbereitet, dauerte 1,5 Stunden. Im Anschluß konnten die Teilnehmer die Moderatoren für eine halbe Stunde mit Fragen löchern.

Ist doch also alles bestens?! Nein. Weil es in diesen kostenlose Webinaren immer wieder Leute gibt, die sich am Ende des kostenlosen (!) Webinares darüber aufregen, dass derjenige, der hier seine Zeit und sein Wissen zur Verfügung stellt, sich das Recht herausnimmt, auch noch ein wenig Werbung in eigener Sache zu machen. Böse, böse …

Kostenlos und trotzdem erstmal meckern. Mich stört diese Umsonst, aber bitte mit Extrawurst und auf einem extra Teller-Mentalität.

Wer diese Webinare besucht, wird nicht dazu gezwungen. Er ist freiwillig dabei. Wem das bisschen Werbung nicht gefällt, der kann das Webinar verlassen, wann immer er möchte. Eigenartig, dass die Meckerer dann doch bis zum Ende bleiben, alles Wissen mitnehmen, sich nicht bedanken, dafür aber dem Moderator noch schnell einen vor den Bug schießen.
Die gleichen Leute stellen aber ihrem Unternehmen mit der Reisekostenabrechnung 6,40 Euro für zwei Latte Macchiato in Rechnung. Einen davon haben sie selbst getrunken, den anderen der Neukunde, der ihnen durch das Neugeschäft 10.000 Euro an Provision extra beschert.
Oder Leute, die sich darüber wundern, dass das Restaurant, in dem sie arbeiten, insolvent ist, zuvor aber vergessen haben, auf welcher Seite des Tresens sie eigentlich stehen sollten.
Entschuldigung – ich schweife ab. Macht aber vielleicht umso deutlicher, worüber ich mich aufrege.

Ähnliches gilt übrigens auch für die freiwillige (!) Nutzung von Facebook.

Dass das hier jetzt nicht falsch rüberkommt – das heißt nicht, dass man nicht auch mal bei geschenkten Sachen Verbesserungsvorschläge machen kann oder soll. Aber es müssen doch nicht immer gleich Grundsatzdiskussionen zur Wirtschaftsethik daraus werden.

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5 Responses to Aber bitte auf einem extra Teller

  1. Christian sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe auch manchmal Webinare gegeben und dann wurde ich beschimpft, weil ich Werbung gemacht habe. Traurige Welt.

  2. Birgit sagt:

    Kerstin Hoffman hat da ein schönes Buch geschrieben „Prinzip kostenlos“ http://pr-doktor.de/ Ein guter Tip bei Nörglern: einfach weitergehen, keine Zeit und Energie auf sie verschwenden. Sie an den guten, nährenden, wertschätzenden Kontakten freuen.

    (nein, ich bin nicht Kerstin H. und mache hier auch keine Eigenwerbung)

    • fundwerke sagt:

      Hallo Birgit,
      danke für den Buchtipp – „…nicht verschenken um jeden Preis, sondern Wissen teilen. Denn Wissen ist bekanntlich die einzige Ressource, die sich bei Gebrauch vermehrt. Eine gute Anleitung, sich in den Neuen Medien mit Erfolg ins Gespräch zu bringen.“

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