Auch wenn viele andere darüber schreiben. Ich will mich nicht zurückhalten. Dafür regt mich das, was ich da gestern im Fernsehen gesehen habe, viel zu sehr auf.

Was für ein Armutszeugnis in der Stadt der Deutschen Oper am Rhein, der Modenschauen und Flaniermeilen.
Die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf hat den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft – aber um welchen Preis? „Fans“, egal aus welchem Lager, die sich so wie gestern verhalten, sind bestenfalls zweitklassig. Schade, um die friedlichen Fans, die den Fußballsport mögen und einfach nur das Spiel sehen wollten.

Was muss eigentlich noch passieren, bevor eine solche Partie abgebrochen wird?
Warum wird nicht klar gemacht, dass ein solches „Fan“-Verhalten nicht tolerabel ist? Wie kann es sein, dass trotz Sicherheitskontrollen so viele Feuerwerkskörper ins Stadion gelangen? Muss der Verein als Gastgeber des Spiels nicht auch für die faire, sichere Durchführung des Spiels sorgen?

Die Fernsehbilder haben mich schockiert. Was haben Bengalos und Hundertschaften von Polizisten, ausgestattet mit Helmen, Schlagstöcken und Hunden, im Stadion noch mit Fußball zu tun? Egal, ob nun die einen mit Fackeln werfen oder die anderen das Feld stürmen. Verantwortungslos und für mich völlig unverständlich, wie dann auch noch gemeinsam mit Kindern das Spielfeld gestürmt wird. Der Mob übernahm zwischenzeitlich die Kontrolle.

Ich bin nur froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist, dass scheinbar keine Menschen zu Schaden kamen und dass, will man der Berichterstattung Glauben schenken, tausende Fortuna-Fans den Aufstieg ihrer Mannschaft bis in die frühen Morgenstunden dann friedlich gefeiert haben.

Wie kann es sein, dass gewaltbereite Schwachköpfe ein Fußballspiel so dominieren? Sind daran nicht vielleicht grundsätzlich auch die ein oder anderen Fußballspieler schuld? Schwalben, Spucken, Meckern, aggressive Gesten, Brüllerei, versteckte Unsportlichkeiten – schlechtes Benehmen wird so salonfähig.

Traurig für alle, denen es wirklich nur um den Sport geht. Falsche „Fans“ machen den Sport zum Prollsport.

Was für ein mieses Vorbild für Kinder, die Fußball als Sport lieben!

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One Response to Sportstadt Düsseldorf?

  1. Hallo Frau Johann,
    als Düsseldorfer bin ich natürlich erstmal froh über unseren Aufstieg. Wer die oft grausamen Spiele in der 3. und 4. Liga anschauen musste und sieht, was der Verein in den letzten Jahren geschafft hat, gönnt der Fortuna den Aufstieg.

    Das wenige Chaoten Bengalos zünden müssen verurteile ich. Hier sollten die Verantwortlichen für die Sicherheit dringenst über verschärfte Einlasskontrollen bzw. Stadionverbote nachdenken. Es kann nicht sein, dass solche „Fans“ bestimmen, was auf und neben dem Platz passiert. Jeder, der nicht im jeweiligen Team spielt ist zunächst einfach nur Gast und hat sich als solcher zu benehmen.

    Ob das Stürmen des Spielfeldes am Ende vor Abpfiff absichtlich passierte oder ob einige Fans dachten, das Spiel wäre beendet können wohl nur die Anwesenden selbst beantworten. Komisch, dass sich die Medien darüber mehr auslassen als über die Bengalos & Co.

    Schade ist, dass das entstandene Gesamtbild dem Bild von Fortuna, Herta BSC, Düsseldorf und dem DFB geschadet hat und die Medien gefühlt nur auf Fortuna abzielen. Das hat besonders das Team der Fortuna nach dieser Leistung nicht verdient. Ich hoffe, das Team und alle echten Fans und Sympathisanten können sich wenigstens nachträglich über den Aufstieg freuen und alle weiteren Spiele wieder „auf dem Platz“ entschieden werden.

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