Was wäre wenn?Auf die Frage „Die meiste Zeit 2011 verbracht mit…?“ habe ich neulich in einem Blog folgende aufrichtige Antwort gelesen: „(…) damit, mir selbst im Weg zu stehen und mich zu blockieren (…).“

Warum ich das schreibe? – Beim Betrachten meines Bücherregals fiel mein Blick heute auf so einige Ratgeber, die ich in den ersten Jahren nach der Geburt unserer Kinder gelesen habe. Einige gute waren darunter.
Aber – nicht immer war das Gelesene brauchbar. So manches Mal hat es mich auch verunsichert, unentschlossener gemacht, mein spontanes Bauchgefühl zugetextet. Und dann begann das Abwägen: Was wäre wenn, sollte ich oder sollte ich nicht…

Soweit ich weiß, liegt es nach wie vor nur für ganz wenige von uns im Bereich des Möglichen, hellsehen zu können.
Warum also ein ständiges Abwägen von „Was wäre, wenn …“ oder „Was wäre gewesen, wenn …“? Es gibt auf diese Fragen nicht die eine Antwort.

Wir stehen uns – und da schließe ich mich nicht aus – häufig genug nur selbst im Weg, wenn es darum geht, dass wir am liebsten immer wissen wollen, ob das, was wir tun, das Richtige ist.

Soll ich mein Kind stillen oder ihm die Flasche geben? Ist es besser Stoff- oder Einwegwindeln zu benutzen? Sollte ich meinem 2-jährigen Kind eine Mittagspause aufzwingen? Darf ich mein 9-jähriges Kind alleine auf den Weg zur Verabredung mit seinem Freund schicken? Wie lange darf ich mein 12-jähriges Kind abends Fußball schauen lassen, ohne dass es seinen Kopf am nächsten Tag während des Unterrichts mit einem Wumms auf die Schulbank fallen lässt?

Täglich werden wir mit einer Vielzahl an Möglichkeiten konfrontiert. Dazu kommen immer jede Menge unterschiedlicher Meinungen.
Wie bringt man sein Kind ins Bett. Was gibt man seinem Kind zu essen. Es hört und hört nicht auf, geht immer so weiter: Alleine schlafen oder im Bett der Eltern. Kinderwagen oder Tragebuch. Selber kochen oder Gläschen. Bio oder nicht. Vorlesen oder Sandmännchen. Pizza oder Pasta …

Exkurs - in dem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Familienmitglied,
welches seinerzeit unter den argwöhnischen Blicken aller Anwesenden
beim Lieblingsitalianer grundsätzlich eine Calzone (Die traditionell
üppige Füllung besteht aus Ricotta, rohem Schinken, Pilzen, Mozzarella,
Parmesan und Oregano.)zuzüglich gefüllt mit Tortellini in Schinken-Sahne
-Sauce bestellt hat!
Warum sich den Stress machen und zwischen zwei Lieblingessen entscheiden?
Dann eben beide!

In der aktuellen Situation leben, eine Entscheidung treffen – jetzt.
Und dann? Schauen, was passiert.
Wenn es nicht so gut gelaufen ist? Es beim nächsten Mal anders machen, Neues ausprobieren.
Nicht immer so viel Zeit darauf verwenden, über einfache, alltägliche Entscheidungen ewig lang zu grübeln.

Es kann einen total blockieren, wenn man sich unaufhörlich darüber sorgt, ob man die richtige Entscheidung treffen wird. Außer, es gibt sie nicht – die richtige Entscheidung. Zu allem gibt es ein Pro und Kontra.

Entscheide Dich. Was passt für Dich, Deine Familie und Deine Freunde.
Und wenn Du am Ende des Tages Deine Entscheidung doch nicht so gut findest? Nimm Dir das Recht, es zu ändern und etwas Neues zu versuchen.

Ich trainier‘ schon mal …

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