Neulich fragte mich eine Freundin, ob ich den Sonnenuntergang vom vorherigen Abend erwischt und eingefangen hätte. Ich hatte ihn allerdings leider verpasst.

Sie lächelte und meinte, er sei wirklich herrlich gewesen, ich hätte bestimmt Glück, am Abend gäbe es sicherlich wieder einen ähnlich tollen Sonnenuntergang.

… einen Sonnenuntergang (ein)fangen – fangen, als ob er etwas ist, das wir in der Hand halten könnten, obwohl er in Wirklichkeit nur etwas ist, das unsere Augen sehen können, nur etwas, das wir in unserer Erinnerung, in unserem Herzen halten können.

Ist das nicht auch bei vielen anderen, schönen Dingen im Leben so?

Zum Beispiel das Konzert, dass nie richtig rüberkommt, wenn man versucht, die Magie, die auf der Bühne entsteht, aufzunehmen.

Der Regenbogen, der sich über das Tal wölbt, dessen Strahlen auf einem Foto nie mehr so zurück strahlen, wie sie der Regen und Sturm hervorgerufen haben.

Das Herz, das sich irgendwie wärmer anfühlt, wenn man das Lachen derer hört, die man mag und liebt.

Diese wunderbaren Dinge des Lebens einzufangen, bedeutet, sie in der Seele zu spüren, sie im Herzen zu halten, sie in Erinnerung zu behalten für alle Zeit.

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